Entscheidend für den Erfolg ist das Edelreis
Zu einem Obstbaumveredelungskurs des Obst- und Gartenbauvereins Bettringen trafen sich am 20. April 16 Teilnehmer auf der Streuobstwiese am Amselweg. Inhalt der Unterweisung war das „Propfen hinter die Rinde“ als einfach zu handhabende Veredelungstechnik. „Entscheidend für den Erfolg der Maßnahme ist das Edelreis“, informierte Geiger die Teilnehmer. Dieses müsse gesund und kräftig sein und dürfe noch nicht ausgetrieben haben. Früher sei Mitte Mai die übliche Zeit für das Rindenpropfen gewesen. Da die Vegetation immer früher austreibe, habe er den heutigen Tag für die Maßnahme gewählt. Es dürfe nämlich nur die Terminalknospe an der Spitze des Reises angetrieben haben, da sonst das Anwachsen des Reises nicht erfolgreich sei. Durch Rindenpropfen können Veredelungen auf Äste bis etwa Armstärke erfolgreich vorgenommen werden. Suitbert Geiger hatte einige Bündel Edelreiser mitgebracht sowie mehrere dickere Äste, an denen er zunächst die Vorbereitung des Edelreises und der Unterlage sowie die Technik des „Hinter die Rinde Propfens“ vorführte. Danach hatten die Teilnehmer Gelegenheit, an den mitgebrachten Reisern und Ästen das Aufpropfen selbst praktisch üben. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten die Teilnehmer dann auf zwei Brettacher-Hochstämmen die Reiser eines Bohnapfels und eines Glockenapfels aufpropfen.